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Grundlegende Unterschiede: Skateboard vs. Longboard

Longboards erleben derzeit einen riesigen Hype, dabei gab es solche Boards schon lange vor den Skateboards.

Die Longboards entstanden in den 1950er Jahren aus dem Surf-Sport heraus und sollten in erster Linie als Transportmittel dienen. Ein wesentlicher Unterschied ist daher, dass Sie auf den Longboards lange Strecken zurücklegen können. Sie eignen sich für die Fortbewegung also besser.

Die Skateboards entstanden dann aus den Longboards heraus. Sie sind wesentlich kürzer und eignen sich besser für Tricks. Wer sich also weniger weit fortbewegen und dafür mehr Tricks ausprobieren möchte, ist mit einem Skateboard besser beraten

Die Besonderheiten von Longboards

Vom Material her sind Long- und Skateboards häufig gleich beschaffen. Sie werden auch beide durch den Pivot gelenkt, sodass eine gekonnte Verlagerung des Gewichts notwendig ist. Sie haben allerdings auch jeweils ihre Besonderheiten.

• Longboards sind meist zwischen 90 und 150 Zentimentern lang. Sie bieten einen deutlich stabileren Halt und eignen sich damit für Einsteiger und zukünftige Skateboard-Fahrer. Es ist leichter, mit einem Longboard zu starten, da Sie weniger pushen müssen. Das bedeutet, dass das Longboard länger von alleine rollt

• Die sogenannten Trucks, also die Achsen des Skateboards, stehen beim Longboard weiter auseinander. Hinzu kommen weichere und ausgeprägtere Wheels, die Rollen des Boards

• Wichtig ist außerdem die Flex. Sie wird auf das Körpergewicht zugeschnitten und ermöglicht bessere und schnellere Langzeitfahrten. Es ist möglich, mit dem Longboard mehr als 100 Stundenkilometer zu erreichen.

• Sie sind mit einem Longboard außerdem unabhängiger von Ihrem Untergrund, da Sie auch durch kleinere Unebenheiten im Boden nicht aufgehalten werden.

• Mit Longboards lassen sich Tricks machen, wenn auch nicht im gleichen Umfang wie beim Skateboard. Sie können z.B. "Dancen".


Das macht Skateboards so besonders

Auch Skateboards haben besondere Merkmale, die Sie von Longboards deutlich unterscheidet:

• Skateboards sind meist 80 Zentimeter lang und damit zwischen 10 und 70 Zentimeter kürzer als Longboards.
• Durch die Kürze des Boards können Sie Tricks besser ausführen, stehen allerdings auch nicht so stabil wie auf einem Longboard. Nose und Tail sind zudem weiter ausgeprägt, was für die Tricks besonders hilfreich ist.
• Unabhängig von den Tricks ist das grundlegende Fahren schnell erlernbar, sodass auch Anfänger auf ihre Kosten kommen.
• Mit einem normalen Skateboard fahren Sie besser keine weiten Strecken, dafür können Sie in einen Skatepark gehen und dort an Ihren Kunststücken feilen. Die Tricks bestehen häufig aus Sprüngen oder Drehungen.

Varianten

Slalomboard

Das Fortbewegen mit einem Slalombrett wird Slalomboarden, Slalombrettfahren oder auch Slalom-Skaten genannt. So spricht man bei Längen zwischen 60 und 90 cm von einem Slalomboard; was darüber hinaus reicht, wird als Longboard bezeichnet. Mit einem Slalomboard erreicht man mit wenig Kraftaufwand weitaus höhere Geschwindigkeiten als mit einem Freestyle-Skateboard. Slalom-Bretter erlauben, durch Druck in der Kurve oder auf der geraden Straße mit kleinen Bogen (pumpen) das Tempo zu steigern. Geübte Fahrer können mit Slalomboards auch leichte Steigungen überwinden, ohne sich mit den Füßen am Boden abzustoßen.

Besonders in der Schweiz hat sich eine große Slalomboardszene entwickelt. Die Slalomboards lassen sich schneller fahren als Street Skateboards (Bretter, mit denen man Tricks macht), andererseits sind sie ein ideales Fortbewegungsmittel als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr. In der Schweiz hat sich eine weltweit tätige Slalom- und Longboardindustrie entwickelt, was auch daran liegt, dass die Schweiz durch viele Berge und Abhänge ein zum Downhill-Fahren sehr geeignetes Terrain bietet.

Shortboard/Mini-Longboard

Bei einem Shortboard oder auch Mini-Longboard handelt es sich um ein modifiziertes Skateboard-Deck, bei dem die Achsen so weit wie möglich nach außen gesetzt werden, um den größtmöglichen Radstand zu erhalten. Der Name setzt sich zusammen aus „short“ und „board“. Eine andere, umgangssprachliche Bezeichnung ist „Schlongboard“. Durch Montage von Longboardrollen erhält man so ein annähernd longboardähnliches Gefühl beim Fahren. Problematisch wird es, wenn die Rollen beim Lenken das Deck berühren („Wheelbite“). Dies kann mit Ausschnitten im Deck behoben werden.

Penny-Board

Ein Pennyboard verbindet ein Deck aus Plastik mit Longboard-Achsen und Rollen. Ein führender Hersteller gab seinen Boards den Namen seiner Schwester „Penny“. Daraus entstand der Gattungsname. Pennyboards sind sehr belastbar. Sie können barfuss gefahren werden, da sie kein Griptape auf der Oberfläche haben.

Pennyboards sind in der Regel 22 Zoll (56 cm) oder 27 Zoll (69 cm) groß. Die kürzere Variante ist geeignet für die Mitnahme z. B. in Rucksäcken, während die längere Variante (Nickel) durch die größere Standfläche mehr Fahrkomfort bietet.



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