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SUP Ratgeber - was muss ich vor dem Kauf wissen...?

Boardtypen & Einsatzbereiche

Am Markt gibt es viele verschiedene Modelle hinsichtlich Länge und Breite, wobei man grob zuerst einmal 3 Kategorien unterscheidet:

• Allround- / Touring Board
• Race Boards
• Wave- / Fun Boards

Durch ihre unterschiedliche Form / Shape passen sich die Boards den verschiedenen Anforderungen / Einsatzbereichen an. Generell kann man festhalten, dass je kürzer ein Board ist, desto wendiger & verspieleter ist es, daher auch gut für Fahrten im Meer oder Fluß geeignet; je länger, spitzer und schmäler geschnitten, desto besser ist die Langstreckentauglichkeit, also schnelleres Vorankommen in ruhigen Gewässern!Längenangaben bei SUP sind meist "Fuß" und "Inch". Ein 11’2’’ ist dementsprechend 11 Fuß und 2 Inch lang. Ein Fuß ist 30 Zentimeter, ein Inch 2,54 Zentimeter. Leider etwas kompliziert, weil man nicht einfach 11,2 Fuß rechnen darf – ist aber so, muss man sich mit abfinden.

Hier ein paar gängige Größen zur schnellen Orientierung:

• 14’     = 4,26 m  -  typisches Langstreckenraceboard
• 12’6’’ = 3,81 m  -  Touring oder Raceboard
• 11’2’’ = 3,40 m  -   Allroundboard
• 10’2’’ = 3,05 m  -  kompaktes Allroundboard


Die richtige Länge

Zwischen 10’2’’ und 12’6’’ werden sich die Boards für SUP-Einsteiger meist einpendeln. Mehr Länge ist dabei etwas schneller und läuft besser geradeaus (es sind mehr Paddelschläge nacheinander auf einer Seite möglich) und trägt mit mehr Volumen auch besser das Gepäck für Touren.
Faustregel: Wer beabsichtigt überwiegend in Sichtweite des Badestrandes paddeln zu gehen, kommt mit Längen zwischen 10’2’’ und 11’2’’ bestens aus. Schwerere greifen zu den etwas längeren Größen, leichte zu den kürzeren Boards. Ein 10’2’’ ist schön wendig, ein 11’2’’ schon gut Touren-geeignet.

Die richtige Breite

Ob schwer oder leicht, sportlich vorbelastet oder Einsteiger am Ende pendelt sich die Länge der Boards meist zwischen 32 und 34 Inch Breite ein. Kleiner Anhaltspunkt:25 Inch breit: Reines Raceboard, vergleichbar mit Rennkanus, extrem kippelig und bei leicht unruhigem Wasser nur mit viel Übung überhaupt sicher (trocken) zu paddeln.

• 29 Inch - Ein sportliches Touring-Maß. Für sportlich veranlagte Paddler, die das leicht kippelige als Herausforderung sehen.
• 32 Inch - Ein Allroundmaß für mittelsportliche Einsteiger, für Tourenboards, die auch mal etwas rauheres Wasser sehen sollen.
• 34 Inch - Sehr häufig gewählt von Einsteigern. Gibt Sicherheit, trägt auch locker mal Mama oder Papa plus ein Kind.
• 36 Inch - Für schwerere Einsteiger (> 90 Kilo) ohne allzu viel wassersportliche Vorerfahrung oder für Touren in kabbeligem Wasser mit mehr Gepäck.

Meist wirken aufblasbare Boards wegen der runden, dicken Kanten etwas wackeliger als laminierte Bretter und sollten daher etwa 1-2 Inch breiter gewählt werden.
Boards mit sehr runder, breiter Nase und breitem Heck sind natürlich kippstabiler als Bretter mit spitzer Nase und schmalem Heck.

Die richtige Dicke

Vier und sechs Inch Dicke sind die üblichen Standardmaße. In vier Inch sind häufig die günstigeren Angebote zu finden – und Kinderboards. Wir würden Bretter in vier Inch lieber sehr leichten Paddlern (< 60 Kilo) empfehlen, da sich diese Boards bei ähnlichem Fülldruck spürbar stärker durchbiegen, außerdem schwappt eher (im Frühjahr kaltes) Wasser übers Deck. Vorteile ist das etwas geringere Gewicht. Dafür spürt man hier wirklich das Gefühl auf einem aufblasbaren Board zu stehen, auf einem 6-Inch-Board könnte man das manchmal glatt vergessen. Für Kinderboards reichen vier Inch dagegen "dicke", die Kids stehen tiefer, dadurch kippstabiler und sind einfach näher am Wasser.

Hardboard vs Inflatable

Eine der wohl wichtigsten Frage: Auch wenn mittlerweile nahezu ausschließlich Inflatables (aufblasbare SUPs) über den Ladentisch gehen, kommt für den einen oder anderen doch nur ein laminiertes Hardboard in Frage. Dabei funktionieren aufblasbare Boards mittlerweile nahezu so gut wie die (meist schwereren) laminierten Boards und sogar bei Rennen können Topfahrer mit speziellen Verdränger-Inflatables mit der Carbon-Konkurrenz zumindest mithalten.
Der konstruktive Trick sind tausende Fäden, die zwischen Oberseite und Unterseite verwebt und verklebt sind und so ermöglichen, die Boards mit Hochdruck aufzupumpen, ohne dass diese zur runden Wurst werden. Das bringt eine Festigkeit und Steifigkeit, die vor einigen Jahren so nicht denkbar gewesen wäre. Race und Wave sind die letzten Bastionen von leichten Carbon-Boards, da wo es auf Millimeter in der Form und maximale Steifigkeit ankommt. Auf Seen und Flüssen überwiegen häufig die Vorzüge der "iSUPs" und für einige Visionäre sind Inflatables sogar die reale Zukunft des SUP-Racings und nicht nur Luftschlösser.

Vorzüge Inflatables:

• Transport in nahezu jedem Kofferaum möglich.
• Passt in den kleinsten Keller
• Leichter als vergleichbar teure Hardboards
• Weniger verletzungsträchtig, weil "weicher"
• Robuster gegenüber (nicht spitzen) Steinen und Kiesstränden
• Ideale Badeinsel für Kinder

Vorzüge Hardboard:

• Lästiges Aufpumpen (rund 5 Minuten echter Einsatz) entfällt
• Leicht zu reparieren
• Etwas direkteres Fahrgefühl
• Etwas bessere Fahrleistung
• Unsinkbar auch bei Beschädigung


Handling und Transport: Hardboards erfordern zwar einen Dachträger, dafür ist das Board mit etwas Übung in einer Minute aus der Garage auf dem Autodach verzurrt und am Spot genau so schnell auf dem Wasser. Wer keine Garage oder ähnliches zur Verfügung hat, kommt aber einfach um ein Inflatable nicht herum, denn übliche Flachwasserboards sind zwischen 3,00 Meter und 3,80 Meter lang und gehen in kaum einen Keller.

Paddel

Zu jedem SUP Board gehört ein entsprechendes Paddle und hier sollte man sich vorher auch Gedanken machen, worauf man besonders Wert legt:

• Fix, 2-teilig, 3-teilig
• Alu, Fiberglas, Carbon
• Länge
• Blattgröße

Höhenverstellbare Paddle (sprich 2-teilig, 3-teilig) sind die am häufigsten gekauften Paddle. Besonders geeignet, wenn mehrere Personen unterschiedlicher Größe das gleiche Board/Paddle nutzen, bzw. das Paddle praktisch in der Transporttasche verstauen möchten. Die mehrteiligen Paddel sind in der Regel für Familien bis hinzu ambitionierten Freizeitpaddlern geeignet. Aufgrund der besseren Kraftübertragung und der Steifigkeit wird kräftigen und muskulösen Nutzern ein 2-teiliges bzw. ein fixes Paddel empfohlen. Alle Paddel-Typen gibt es in verschiedenen Materialien - Preiseinstieg liegt hier bei 70,- bis 90,-€ für ein Alupaddel und geht über die gängigen Allroundpaddel mit 20-30% Carbon Anteil, bis hinzu den extrem leichten 70-100% Carbonpaddel...
Was die Paddellänge betrifft, empfiehlt man für Flachwasser 15-20cm über Kopfhöhe, für den Wavebereich liegt die Länge mit 10-15cm etwas darunter.

Finne

Welchen Einfluß hat die Finne auf das Fahrverhalten?
Es gibt natürlich auch hier verschiedene Anpassungsmöglichkeiten, wobei die Hersteller ihre Boards schon mit einer entsprechenden Finne ausstatten.
Wer aber vielleicht doch einmal etwas anderes ausprobieren möchte, sollte folgendes berücksichtigen:

• je länger die Finne, desto stabiler liegt das Board im Wasser
• je kürzer die Finne, desto wackeliger, aber auch schneller wird das Board
• je großflächiger die Finne, dest besser ist der Geradeauslauf
• je kleiner die Fläche, desto agiler wird das Board

Weiteres Zubehör

Leash / Sicherheitsleine, Schwimmweste (im Ausland z.T. Pflicht!), Drybags, Pflegemittel & Taschen, Wetsuits & Sonnenlycras

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